"Zeit mit Gott" - ein neues Konzept


„Zeit mit Gott“ – so ist´s gedacht:

  • Jede Sonntag um10.00 und 11.00 Uhr ist ein Kirchenmusiker, ein Pfarrer und Ordnerinnen und Ordner in der Johanneskirche.
  • Jede Stunde, also um 10.00 und um 11.00 Uhr beginnt die „Zeit mit Gott“
  • Ablauf: Musik, Besinnung, Lesung, Gebet
  • Die Besucherinnen und Besucher können eigene Gebetsanliegen mitbringen und einbringen
  • Dauer ca. 30 min. – danach, soll möglichst im Freien - Raum für Gespräche und Begegnung sein, natürlich mit Sicherheitsabstand
  • Die Besucherinnen und Besucher dürfen nur auf den ausgewiesenen Plätzen (Schafwollsitzkissen) sitzen,
  • Personen, die in Hausgemeinschaften zusammenleben, dürfen auch nebeneinandersitzen, aber der Sicherheitsabstand von 1,5m - zum Banknachbar ist trotzdem einzuhalten. Die Johanneskirche bietet dann Platz für 15 Einzelpersonen.
  • Alle Besucher müssen einen Mund- und Nasenschutz tragen, können ihre Hände desinfizieren und müssen auf Abstand achten!
  • Die Ordnerinnen und Ordner sowie Aushänge weisen auf die Regeln hin
  • Der Eingang erfolgt über den Haupteingang zur Kirche, der Ausgang über die Tür zur Sakristei
  • Es dürfen keine Gesangbücher ausgeteilt werden

 

Abwehrkräfte

Ein geistliches Wort von Harald Lorenzen

 

Schicht um Schicht geschützt – ist dieses Haus jetzt vor Kälte. Verschiedenste Materialien braucht es: fester Stein, harter Putz, luftige Fasern, flexibles Holz, wieder weiche Fasern und schließlich ein wetterfester Überzug.

Schicht um Schicht schützen wir uns jetzt vor einer Krankheit. Verschiedenste Maßnahmen ergreifen wir: effektivere und überflüssigere; für die einen harte, für die anderen durchaus angenehme.

Viele Schichten schützen dieses Haus. Es ginge im Grunde auch einfacher; aber das Haus ist erst nachträglich isoliert worden. Das Alte muss nicht gleich abgerissen werden, wenn eine neue Erkenntnis kommt. Oft lässt sich Alt und Neu kombinieren.

Wäre unsere Welt gerade nicht so wie sie ist, könnten wir schonender mit der Pandemie umgehen; könnten wir gerechter handeln; könnten wir …

Aber wir haben nun mal im Gesundheitssystem gespart. Wir haben uns nun mal von globalen Lieferketten abhängig gemacht. Wir haben uns nun mal an Flugreisen gewöhnt.

Lasst uns beherzt unser jetziges Leben schützen und uns dabei natürlich so manche Möglichkeiten verschließen; manche wohl auch für immer.

Schade um die schöne alte Klinkermauer bei dem Haus; aber toll, wie viel Energie jetzt gespart wird.

Schade um unsere quirlige Wohlstandsgesellschaft; aber toll, wie nachhaltige Werte jetzt geschätzt werden können.

Was tieferen Sinn hat, weckt auch neue Kräfte in uns. „Corona“ wird uns gründlich verändern, ja; aber Gott will uns sicher auch dann wieder glücklich werden lassen. Vielleicht sogar mehr denn je, denn unser bisheriges Konsumglück hat er uns wahrscheinlich eher zähneknirschend gewährt.